Der Stammtisch Rhön fuhr zur Motorrad-Demo …

... gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen

04.07.2020 Schweinfurt in Unterfranken

Liebe Motorradkollegen,

mit der Drucksache 125/20 vom 15.03.2020 hat der Bundesrat den Wünschen des Landes Nordrhein-Westfalen nach einer „Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ entsprochen und dem Bundestag eine Gesetzesänderung mit Fahrverbot und Lautstärkenbegrenzung gegen Motorradfahren vorgeschlagen. Dass eine solche Forderung auf Widerstand stößt, war von vornherein klar. Eine noch bis 18.07.2020 laufende Petition soll überreicht werden und Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet wurden organisiert. Wegen wenigen Motorradfahrern, die nicht gesetzeskonform unterwegs sind, sollen alle Motorradfahrer bestraft bzw. eingeschränkt werden. Ich hoffe, ihr versteht die Ironie, wenn ich sage: „Warum wird so etwas nicht bei Autos gefordert? Da sind auch einige zu schnell und zu laut unterwegs.“

Einige der Mitglieder des „Triumphriders Stammtisch Rhön“ sind meiner Meinung und wir hatten uns zu einer Protestfahrt in Bad Kissingen getroffen. Unser Ziel war der Demonstrationszug im 25 km entfernten Schweinfurt, zu dem sich leider nur 250 Teilnehmer angemeldet hatten. Wie staunten wir, als wir am Treffpunkt „Volksfestplatz“ ankamen und die Teilnehmerzahl immer größer wurde. Schon auf der Anfahrt waren wir, an einer Stelle an der sich sonst nie Verkehr staut, in eine „kleine Warteschleife“ geraten. Nach der Veranstaltung schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf ca. 5000 Motorräder. Was auch der Zahl in anderen Städten entsprach, die zur gleichen Zeit veranschaulicht bekamen, was Motorradfahrer von dieser Kollektivstrafe halten.

Zum Schmunzeln gebracht hat mich eine Überschrift im Internet: „Fußgänger mussten viel Geduld mitbringen, denn es war unmöglich für lange Zeit die Straße zu überqueren.“ Logischerweise waren auch Autofahrer betroffen. Sehr lobenswert war die Absperrung der Fahrtstrecke durch die Polizei. Nie in meinem Leben habe ich so viele zivile Fahrzeuge mit blauem Licht auf dem Dach gesehen. Nach ca. 45 Minuten war die polizeiliche Stadtführung beendet und wir konnten die Abfahrt der letzten Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Protestzuges am Volksfestplatz miterleben. Irgendwie bin ich nicht auf die Idee gekommen mir die Strecke ein 2tes Mal anzusehen.

Bei dieser anstrengenden Tätigkeit (im Motorrad-Korso durch die Stadt) haben wir leider George mit samt seinem Motorrad verloren. Auch als wir anschließend in unserer Stammwirtschaft auf unser Geburtstagskind, den Igel und seine Besucher, Roger aus Gevelsberg und Frank aus Grünendeich getroffen sind, blieb George verschwunden.

 

Was bleibt als Fazit?

 

Wenn wir alle gegenseitig etwas Rücksicht nehmen und nicht unnötig Lärm verursachen kommen wir eventuell etwas weiter ohne zu Zanken!

Noch ein paar Verweise zum Thema:

Danke an alle Unterstützer
Michel

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